Javascript is requiredGeopolitik und Energiepreise: Taktgeber der Währungsmärkte

Geopolitik und Energiepreise: Taktgeber der Währungsmärkte

Zu Beginn des Konflikts im Iran wertete der US‑Dollar gegenüber den meisten wichtigen Währungen auf. Hintergrund ist, dass die US‑Wirtschaft aufgrund ihrer geografischen Distanz als vergleichsweise wenig betroffen gilt und sogar von steigenden Ölpreisen profitieren könnte, da die USA Nettoexporteur sind.

 

In der Folge reagierten die Devisenmärkte jedoch zunehmend sprunghaft auf neue Nachrichten. Mit der jüngsten Abnahme der Angriffe und immer wieder aufkommenden, aber bislang unbeständigen Gesprächen über mögliche Vereinbarungen fehlt den Währungsmärkten derzeit eine klare Richtung.

Der Euro‑US‑Dollar‑Wechselkurs wird weiterhin maßgeblich von der Entwicklung der Energiepreise beeinflusst. Gestiegene Hoffnungen auf eine nachhaltige Entspannung des Konflikts haben den Euro gestützt und gleichzeitig den US‑Dollar belastet.

Sollte die Zuversicht hinsichtlich einer Einigung anhalten und die Öl‑ und Gaspreise weiter nachgeben, dürfte der Euro zusätzliche Unterstützung erfahren. Eine erneute Eskalation hingegen könnte den Wechselkurs wieder in Richtung 1,14 EUR/USD drücken.

Auch Japan hat zuletzt spürbar Einfluss auf die Devisenmärkte genommen. Durch gezielte Interventionen stärkten die Behörden den Yen und zwangen Marktteilnehmer, übermäßige spekulative Positionen abzubauen.

Zugleich bleibt Japan aufgrund seiner hohen Abhängigkeit von Energieimporten besonders anfällig für Schwankungen bei Öl- und Gaspreisen, was die Entwicklung des Yen zusätzlich sensibel macht.

“Unser Basisszenario bleibt eine schrittweise Aufwertung des Euro gegenüber dem US‑Dollar in den kommenden Monaten.”

Georgette Boele, Senior Analyst Währungen & Energie

Energiepreise belasten Euro – mittelfristig Aufwertung erwartet

Wir gehen davon aus, dass die Öl- und Gaspreise auf erhöhtem Niveau bleiben werden, was tendenziell Druck auf den Euro gegenüber dem US‑Dollar ausübt. Gleichzeitig erscheint ein rascher und deutlicher Rückgang des Euro derzeit wenig wahrscheinlich, da viele Marktteilnehmer ihre Euro‑Positionen bereits reduziert haben.

Zudem haben die hohen Energiepreise zu einem restriktiveren Kurswechsel („falkenhafter Pivot“) vieler Zentralbanken geführt: Zahlreiche Notenbanken signalisieren Vorsicht oder haben die Zinsen bereits angehoben. Da die Europäische Zentralbank aktuell eine etwas straffere Haltung einnimmt als die US‑Notenbank, wirkt dies unterstützend für den Euro und begrenzt dessen Abwertungspotenzial.

Sollten die Energiepreise im weiteren Verlauf nachgeben, dürfte der Euro zusätzlichen Rückenwind erhalten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine schrittweise Aufwertung des Euro gegenüber dem US‑Dollar – auf etwa 1,20 bis Jahresende und mittelfristig bis Ende 2027 in Richtung 1,25.

Georgette Boele, Senior Analyst Währungen & Energie

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Die folgende Musterrechnung veranschaulicht beispielhaft die Auswirkungen anfallender Transaktionskosten bei unterschiedlichen Szenarien/Kursverläufen nach einem Anlagejahr:

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Die prozentuale Entwicklung des Basiswertes von 0% kann nach Provisionen, Gebühren und weiteren Entgelten ein Ergebnis von -4,3% betragen.

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Stand:                                              20. März 2026