
Vom Einkommen zum Vermögen: Wie finanzielle Selbstbestimmung gelingt
Finanzielle Unabhängigkeit beginnt nicht erst bei der Geldanlage
Female Finance ist mehr als ein eigenes Depot
Im Interview mit der ZEIT machen Shisel Stenger und Kristina Kern Kamali deutlich, dass Female Finance nicht auf vereinfachte Produktangebote oder stereotype Zuschreibungen reduziert werden sollte. Im Mittelpunkt stehen vielmehr individuelle Lebensentwürfe, persönliche Ziele, Eigentumsverhältnisse und eine langfristige Vermögensplanung.
Dazu gehört, zentrale Fragen frühzeitig zu klären: Welche Vermögenswerte sind tatsächlich vorhanden? Wem sind sie rechtlich zugeordnet? Welche Verpflichtungen, Konzentrationsrisiken oder Abhängigkeiten bestehen? Und wie verändern sich Liquiditätsbedarf, Zeithorizont und Risikotragfähigkeit durch Unternehmertum, Partnerschaft, Familie, Nachfolge oder Ruhestand?
Eine solche Bestandsaufnahme ist keine einmalige Aufgabe. Vermögensplanung bleibt ein fortlaufender Prozess, der persönliche und wirtschaftliche Veränderungen berücksichtigt. Das gilt für Frauen ebenso wie für Männer. Unterschiedliche Erwerbsbiografien, längere Unterbrechungen oder ein höherer Anteil an Teilzeitarbeit können jedoch die finanziellen Ausgangsbedingungen beeinflussen. Frauen verdienen in Deutschland statistisch weiterhin weniger und arbeiten erheblich häufiger in Teilzeit, was sich auch auf Vorsorge und Vermögensbildung auswirken kann.
“Frauen brauchen keine rosa Finanzprodukte oder die x-te Erklärung, dass sie ‚endlich investieren‘ müssen. Sie brauchen fundierte Informationen und Beratung, die zu ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit passt.”
Strategie vor Produktentscheidung
Eine tragfähige Vermögensstrategie beginnt deshalb nicht mit einem einzelnen Finanzinstrument. Am Anfang stehen Ziele, Zeithorizont, Liquiditätsbedarf, Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit. Hinzu kommen steuerliche, rechtliche und familiäre Rahmenbedingungen sowie gegebenenfalls Fragen der Unternehmens- und Vermögensnachfolge.
Auch persönliche Nachhaltigkeitspräferenzen können in die Zielklärung einbezogen werden. Dabei ist eine differenzierte Betrachtung erforderlich: Nachhaltigkeitsbezogene Ansätze unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Kriterien, Methoden, Datenbasis und möglichen Wirkung. Zugleich bleiben marktbedingte, wirtschaftliche und produktspezifische Risiken bestehen. Die BaFin betont deshalb die Bedeutung vollständiger, verständlicher Informationen und den Schutz vor irreführenden Nachhaltigkeitsaussagen.
“Viele Frauen denken bei ihren Finanzen langfristig, wägen Chancen und Risiken bewusst ab und möchten verstehen, was mit ihrem investierten Kapital geschieht.”
Vermögen selbstbestimmt gestalten
Finanzielle Selbstbestimmung entsteht dort, wo Wissen, Übersicht und Entscheidungsfähigkeit zusammenkommen. Wer die eigene Vermögenssituation kennt und regelmäßig überprüft, kann Veränderungen frühzeitig einordnen und Entscheidungen bewusster treffen.
Mit Women’s Wealth bietet Bethmann HAL Raum für Austausch, Finanzwissen und eine ganzheitliche Beratung, unter anderem zu Vermögensplanung, Nachfolge und persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen. Die jeweiligen Lösungen richten sich nach der individuellen Situation, den Anlagezielen und dem persönlichen Risikoprofil.